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Tag der Offenen Tür bei unseren Greenkeepern

14. August 2010: Informationen im Pflegehof


Die Anregung zu einer solchen Informationsveranstaltung kam aus der Mitgliederversammlung und stieß beim Vorstand und vielen Mitgliedern auf positive Resonanz. Die meisten unserer Mitglieder haben eine ungefähre Vorstellung davon, was das vierköpfige Team der Greenkeeper im GCSO alles zu tun hat. Die Wertschätzung der anspruchsvollen und komplexen Tätigkeiten ist ohnehin hoch – jeder, der den Platz mit wachem Blick spielt und allerlei Lagen kennen gelernt hat weiß, wie toll unsere 75-ha-Anlage in Schuss ist und wie gut folglich das qualifizierte Team seine vielfältigen Aufgaben erfüllt. Eine kleine „Führung“ durch das Arbeitsjahr und die Demonstration eines Teils der Aufgaben rundete aber das Bild für die ca. 30 Besucher im Pflegehof ab.
Klaus Ulrich Taube (im Vorstand für das Ressort Platz zuständig) und unser Headgreenkeeper Stefan Montabon standen Rede und Antwort.

Da gab es z.B. etliche Stichpunkte zum Ablauf eines Jahres auf unserem Platz.
Ein Auszug:
- Schäden des Winters beseitigen
- Bunker formen und Sand einfüllen
- düngen gemäß unterschiedlicher Ansprüche und Lagen auf dem Platz
- Rasenkrankheiten (z.B. Schneeschimmel) behandeln
- erste Schnitte im Frühling und kontinuierliches Mähen in unterschiedlichen Höhen
- alle vier Wochen Fairways düngen, Flüssigdünger wöchentlich für die Grüns
- regelmäßiges Aerifizieren, Sanden und leichtes Lochen der Grüns und Abschläge, um Sauerstoff an die Wurzeln zu bringen
- Topdressing mit einer dünnen Sandschicht
- tägliches Mähen der Grüns auf 3,5 mm und Versetzen der Löcher
- drei Mal die Woche Abschläge mähen / Fairways nach Bedarf und Wachstum mähen
- Kahlstellen wässern und spezielle Düngungen / Aerifizierungen nach Bedarf
- Platzausstattung pflegen und erneuern
(Pfähle, Tee-Kugeln, Mülleimer, Ballwascher, Bänke, Harken…)
- Reparaturen und Wartung/Pflege der hochwertigen und teuren Maschinen
- Turniervorbereitungen / Absprachen dazu
- biologische und chemische Bekämpfung von Schädlingen
(Käfer, Larven, Graskrankheiten, Pilze etc.)
- Dokumentation und Beantragen etlicher Maßnahmen
- fachmännisches Schneiden von Hecken und Bäumen
- Fortbildungen besuchen (Sachkundenachweise für viele Tätigkeiten)
- Bestellungen, Planung, Verwaltung

Wie gesagt – das ist nur ein Auszug aus den Aufgaben, die Stefan Montabon vorstellte. Wie komplex diese sind und wie viel Know-how dahinter steckt kann man sich aber leicht vorstellen!

All diese Arbeiten machen den Platz zu dem, was er ist.
Wir Golferinnen und Golfer können und MÜSSEN mitwirken, damit der Stress, dem die Gräser durch Mähen, Behandeln und Begehen ausgesetzt sind nicht größer wird.
Der Appell an die Vernunft, die Sachkunde und den gesunden Menschenverstand sowie an die Etikette ist also gar nicht oft genug zu wiederholen, damit alle Spieler/innen immer wieder Freude an unserem gepflegten Platz haben:

Gehen Sie Wege, die empfindliche Stellen (z.B. zwischen Grün und Grünbunker) schonen.
Entfernen Sie jede Pitchmarke, die Sie sehen – auch wenn es nicht Ihre eigenen sind! Pitchmarken sind verheerend für die Grünsoberflächen!
Legen Sie Divots zurück – auch wenn Sie sie nicht selbst herausgeschlagen haben.
Harken Sie die Bunker nach dem Spiel daraus – oder auch mal, weil Sie einem Mitspieler helfen möchten, der gerade dort gespielt hat.
Bessern Sie Abschlagschäden an den Par-3-Löchern mit Sand aus.
Betreten Sie die Grüns nicht bei Raureif oder Frost (das Gras bricht sonst!).
Bei viel Nässe im Boden: Beachten Sie das Cartverbot und benutzen Sie leichte Trolleys oder Tragebags.
Fahren Sie nicht durch die Roughs – wenn diese platt gewalzt sind, sehen sie nicht mehr so gut aus.

Der GCSO investiert stets und vor allem in den Platz – deswegen ist er so eine Perle und wird von Golfsportlern aus nah und fern geschätzt. Die Greenkeeper leisten hervorragende Arbeit, damit der Platz - im Spagat zwischen Natur und Golferwünschen – alles bietet, was uns eine Runde Golf genießen lässt. Machen Sie mit dabei, den Platz in Top-Zustand zu erhalten. Danke!

Der Vormittag im Pflegehof klang nach der Vorführung von drei Maschinen zur Aerifizierung aus und alle ließen sich Grillwürstchen und Kölsch schmecken. Eine gelungene und informative Veranstaltung! Vielen Dank an die Gastgeber Stefan Montabon, Josef Solbach, Wolfgang Mehren und Marco Diekhoff!

Siehe auch "Der Club" / "Mitarbeiter"

 



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